Dipl. Agrotechniker/in HF
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Als «Agrotechnikerin HF» bzw. «Agrotechniker HF» sind Sie in der Lage, interessante und vielseitige Aufgaben als Führungs- und Fachkraft zu übernehmen. Der grosse Vorteil dieses Ausbildungsweges ist die fundierte Ausbildung mit starkem Praxisbezug.
| Start | 12.08.2027 |
| Dauer | 6 Semester (2–3 Tage pro Woche) |
| Unterrichtszeiten |
Donnerstag, 08.30–16.30 Uhr Freitag, 08.30–16.30 Uhr im 1. Quartal danach Betriebsleiterschule im 2. und 3. Quartal (Unterrichtstage variieren) |
| Standort | Salez SG (zusätzlich Landquart GR, Arenenberg TG) |
Berufsbild
Folgende Arbeitsfelder sind möglich:
- Tätigkeiten in landwirtschaftlichen Verbänden
- Führen von spezialisierten Unternehmen
- Treuhänderische Dienstleistungen für die Landwirtschaft
Voraussetzungen
EFZ der Agrarbranche
- Abschlüsse als Landwirt/in, Gemüsegärtner/in, Obstfachmann/frau, Geflügelfachmann/frau, Winzer/in, Weintechnologe/-technologin
- Mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der Agro-Food-Wertschöpfungskette nach Erlangung des EFZ
- Eine Teilzeitarbeit von mindestens 50% in der Agrarwirtschaft während der dreijährigen HF-Ausbildung
Weitere Abschlüsse der Sekundarstufe II
- Bäuerin mit FA; EFZ als Landmaschinenmechaniker/in, Landschaftsgärtner/in, weitere EFZ nur mit BMS oder Matura
- Fachgespräch mit dem Lehrgangsleiter zur Beurteilung der praktischen Kompetenz
- Vorgängiger Besuch des Berufsfachschulunterrichtes des 3. Lehrjahres (ohne ABU, ca. 600 Lektionen)
- Mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der Agro-Food-Wertschöpfungskette nach Erlangung des EFZ
- Eine Teilzeitarbeit von mindestens 50% in der Agrarwirtschaft während der dreijährigen HF-Ausbildung
Weitere Aufnahmen «sur Dossier» möglich.
Inhalte
Diese berufsbegleitende Ausbildung dauert drei Jahre. Alle Module der Berufsprüfung und der Meisterprüfung sind darin integriert. Die Ausbildung beinhaltet Schwerpunkte in den Bereichen Betriebswirtschaft, Produktionstechnik, Naturwissenschaft, Informatik, Sprachen sowie Personal- und Unternehmensführung.
Projekt- und Diplomarbeiten sind weitere Ausbildungsschwerpunkte mit dem Ziel, das selbstständige Arbeiten sowie den Praxisbezug zu fördern.
Lektionentafel:
| Präsenzunterricht | Lektionen | Studienjahr |
| Biologie | 50 | 1 |
| Futterbau | 70 | 1 |
| Ackerbau | 60 | 1 |
| Agrartechnik | 30 | 1 |
| Milchvieh | 70 | 1 |
| Wirtschaftlichkeit des Landwirtschaftsbetriebes | 120 | 1/2 |
| Kaufm. Rechnungswesen | 40 | 2 |
| Korrespondenz/Kommunikation | 130 | 1 |
| Marketing | 35 | 1 |
| Smartfarming | 30 | 1 |
| Informatik | 100 | 1 |
| Statistik | 40 | 2 |
| Logistik | 40 | 1 |
| Recht | 40 | 2 |
| Volkswirtschaft | 80 | 2 |
| Agrarpolitik | 40 | 3 |
| Agrarrecht und Unternehmensformen | 40 | 3 |
| Versicherungen/Steuern/Berufsvorsorge | 35 | 3 |
| Ökonomische Planung und Finanzierung | 50 | 3 |
| Mitarbeiterführung | 70 | 2/3 |
| Verkaufsschulung | 40 | 2 |
| Unternehmensführung (strategisch/finanziell/Einführung Businessplan) | 140 | 3 |
| Fachreise | 20 | 3 |
| 2. Landessprache | 80 | 2 |
| Total | 1420 | |
| Begleitetes/unbegleitetes Selbststudium/Gruppenarbeiten | ||
| Marketingkonzept | 50 | 1 |
| Versuchsdurchführung | 200 | 1 |
| Betriebsstudie | 300 | 2 |
| Semesterarbeit | 200 | 2 |
| Businessplan | 300 | 3 |
| Diplomarbeit | 320 | 3 |
| QV/Lernkontrollen | 100 | 1/2/3 |
| Total | 1470 | |
| Begleitende Berufstätigkeit | ||
| Begleitende Berufstätigkeit (mind. 50%) | 720 | 1/2/3 |
Qualifikationsverfahren
Qualifikationsverfahren
Das Qualifikationsverfahren umfasst:
- Modulprüfungen
- schriftliche und mündliche Abschlussprüfungen
- Diplomarbeit am Ende des Studiums
Semesterprüfungen
Die einzelnen Prüfungen sollen Ihnen zeigen, dass Sie die in den Lehrplänen umschriebenen Ausbildungsziele erreicht haben. Semesterprüfungen können aus unterschiedlichen Prüfungsreformen wie schriftlichem Test, Mastery-Test, Projektarbeit, Fallstudie, mündlicher Prüfung, Präsentation, Kurzreferat, etc. bestehen.
Diplomarbeit
Die Diplomarbeit muss in den ersten vier Monaten des letzten Semesters verfasst werden. Sie ist als Einzelarbeit zu verfassen, stellt eine theoretisch fundierte, praxisorientierte Arbeit dar und bezieht sich auf eines oder mehrere Handlungsfelder.
Das Diplom wird ausgestellt, wenn sämtliche Leistungsanforderungen aus den drei Studienjahren gemäss Promotionsordnung und Qualifikationsverfahren erfüllt sind und
die Diplomarbeit mit einer genügenden Note angenommen wurde.
Abschluss
Der erfolgreiche Abschluss des Lehrgangs führt zum geschützten Titel:
«Dipl. Agrotechnikerin HF» bzw. «Dipl. Agrotechniker HF»
Kosten
- CHF 800.00 Semestergebühr (ab August 2025)
- CHF 1000.00 Material, Exkursionen, Lehrmittel etc.
- CHF 8000.00 Kosten Betriebsleiterschule
Besonderes
- Einstieg ohne Matura
- Die Module der Berufs- (Betriebsleiterschule) und Meisterprüfung sind in die Ausbildung integriert.
- Der Bildungsgang der Höheren Fachschule des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs Sargans ist durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI eidgenössisch anerkannt.
Häufige Fragen
Kann ich mit einer abgeschlossenen Berufsprüfung diese Ausbildung besuchen?
Ja. Die Berufsprüfungsmodule müssen nicht mehr besucht werden.
Kann ich mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung diese Ausbildung besuchen?
Ja. Die Berufs- und Meisterprüfungsmodule müssen nicht mehr absolviert werden.
An welchen Standorten wird der Stoff vermittelt?
Die Berufs- und die Meisterprüfungsmodule werden an jedem Standort unterrichtet – siehe Unterrichtsstandorte.
Wie erreiche ich die erforderliche Sprachkompetenz?
Während des Lehrgangs besuchen Studierende Fremdsprachenlektionen und können so ihren Sprachnachweis in einer zweiten Landessprache erbringen.
Wie kann die Teilzeitarbeit in der Agrarwirtschaft erfüllt werden?
Während des berufsbegleitenden Lehrganges müssen die Teilnehmenden mindestens 50% in einem der nachfolgenden Unternehmen der Agrarwirtschaft tätig sein:
- Landwirtschaftsbetrieb mit mindestens 1.0 SAK ergänzt mit einem Berufspraktikum von mindestens 40 Tagen im zukünftigen Arbeitsfeld des Agrotechnikers/der Agrotechnikerin.
- Landmaschinenfirmen ergänzt mit einem Berufspraktikum von mindestens 40 Tagen im zukünftigen Arbeitsfeld des Agrotechnikers/der Agrotechnikerin.
- Besamungsdienste ergänzt mit einem Berufspraktikum von mindestens 40 Tagen im zukünftigen Arbeitsfeld des Agrotechnikers/der Agrotechnikerin.
- Viehhandelsunternehmen
- Futtermittelindustrie
- Landi
- Landwirtschaftliche Treuhandunternehmen
- Gemüsebaubetriebe
- Zuchtverbände
- Landwirtschaftliche Verbände und Organisationen
- Amtsstellen Bund / Kantone
Anschlussmöglichkeiten
- Bsc Agronomie FH
Infoabende und Beratung
13.08.2026 um 19.00 Uhr
03.11.2026 um 19.00 Uhr
Persönliche Beratung
vereinbarenAnmeldung
Bitte beachten Sie bei Ihrer Anmeldung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bei der Anmeldung können Sie Ihre bevorzugte Finanzierungsart auswählen.
Wir arbeiten generell ohne Anmeldefrist. Sie haben die Möglichkeit, sich bis zum Starttermin anzumelden. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich möglichst bis zwei Wochen vor dem Start anzumelden, damit die Lehrmittel und die Onlinezugänge rechtzeitig für Ihren Start bereit sind.
Hier geht’s zur Anmeldung.
Wir freuen uns, Sie persönlich kennen zu lernen.
BZBS Team Weiterbildung
Falls Sie noch Fragen haben, schauen Sie gerne auch in unsere FAQ. Sollte dennoch etwas offen bleiben, kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail weiterbildung@bzbs.ch oder telefonisch unter 058 228 22 00.
Häufige Fragen (FAQ)
Für wen eignet sich der Studiengang Dipl. Agrotechniker/in HF?
Der Studiengang richtet sich an Berufsleute aus der Landwirtschaft und dem Agrarbereich, die ihre fachlichen, betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Kompetenzen erweitern und sich auf anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben in vor- und nachgelagerten Unternehmen der Landwirtschaft vorbereiten möchten.
Welche Aufgaben übernehmen Dipl. Agrotechniker/innen HF?
Dipl. Agrotechniker/innen HF übernehmen Führungs-, Beratungs- und Managementaufgaben in landwirtschaftlichen Betrieben, Agrarunternehmen, Organisationen oder im landwirtschaftlichen Handel. Sie analysieren betriebliche Abläufe, entwickeln Strategien und begleiten Veränderungen im Agrarsektor.
Wie lange dauert das Studium?
Das Studium dauert sechs Semester und wird berufsbegleitend absolviert. Dadurch können die erworbenen Kenntnisse direkt in der Praxis angewendet und vertieft werden.
Welche Themen werden im Studium behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören Unternehmensführung, Betriebswirtschaft, Agrarmanagement, Personalführung, Marketing, Projektmanagement, Produktionstechnik sowie aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft und im Agrarsektor.
Kann ich das Studium berufsbegleitend absolvieren?
Ja. Der Studiengang ist speziell für Berufstätige konzipiert. Die Kombination aus Präsenzunterricht, begleitetem Lernen und Selbststudium ermöglicht eine optimale Vereinbarkeit von Weiterbildung, Beruf und Privatleben.
Welche Zulassungsvoraussetzungen gelten für das Studium?
Vorausgesetzt wird in der Regel ein Abschluss als Landwirt/in EFZ oder eine gleichwertige Ausbildung im Agrarbereich. Weitere Zulassungsmöglichkeiten werden im Rahmen eines individuellen Aufnahmeverfahrens geprüft.
Welche Vorteile bietet die Ausbildung?
Das Studium verbindet agronomisches Fachwissen mit betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Kompetenzen. Absolventinnen und Absolventen lernen, landwirtschaftliche Betriebe und Organisationen erfolgreich zu führen und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Gibt es während des Studiums Projektarbeiten und eine Diplomarbeit?
Ja. Das Qualifikationsverfahren umfasst verschiedene praxisnahe Leistungsnachweise, Projektarbeiten sowie eine Diplomarbeit. Dabei bearbeiten die Studierenden eine konkrete Fragestellung aus ihrem beruflichen Umfeld.
Welchen Abschluss erhalte ich nach erfolgreichem Studienabschluss?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie den eidgenössisch anerkannten und geschützten Titel «Dipl. Agrotechnikerin HF» beziehungsweise «Dipl. Agrotechniker HF».
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet der Abschluss?
Der Abschluss qualifiziert für Fach- und Führungsaufgaben in landwirtschaftlichen Betrieben, Agrarunternehmen, Verbänden, Beratungsorganisationen oder im Agrarhandel. Zudem schafft er eine solide Grundlage für weiterführende Aus- und Weiterbildungen auf Tertiärstufe.
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